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Monthly Archives: Mai 2012

Fachkräftemangel in Deutschland nimmt weiter zu

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Berlin – Den Unternehmen in Deutschland fehlen zunehmend Fachkräfte für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Im April seien rund 280 000 Stellen in diesem Bereich nicht besetzt gewesen, teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Mittwoch in Berlin mit.

72 000 arbeitslose MINT-Spezialisten suchten einen Job. Seit dem Beginn der halbjährlich veröffentlichten Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts im Jahr 2000 sei die dort ausgewiesene Fachkräftelücke noch nie höher gewesen.

DIW Berlin: Deutsche Wirtschaft überrascht mit kräftigem Jahresauftakt

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Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal überraschend kräftig um 0,5 Prozent gewachsen. Dieser Zuwachs gleicht den Rückgang der Wirtschaftsleistung im Schlussquartal mehr als aus. Nach Auffassung von Ferdinand Fichtner, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dürfte sich die spürbare Belebung fortsetzen: „Vor allem die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt stützt die deutsche Wirtschaft: Die Haushalte profitieren von der gestiegenen Arbeitsplatzsicherheit und Lohnzuwächsen, die oberhalb der Inflationsrate liegen werden. Der private Verbrauch wird das Wachstum in Deutschland spürbar anschieben.“
Das deutliche Plus im ersten Quartal ist jedoch vor allem den Exporten zu verdanken. Diese haben wohl vom schwachen Euro profitiert und – anders als die kräftig verteuerten Importe – ordentlich zugelegt. Weitere deutliche Impulse vom Außenhandel erwarten die DIW-Konjunkturexperten aber erst im späteren Verlauf: „Die anziehende Inlandsnachfrage wird zunächst die Importe stärker steigen lassen als die Exporte. Die Auslandsnachfrage wird wohl erst im späteren Verlauf spürbar anziehen“, so Fichtner weiter.

Einziger Wermutstropfen ist die schwache Investitionstätigkeit im ersten Vierteljahr. Allerdings dürfte dies vor allem auf die Bauinvestitionen zurückzuführen sein, die nach dem frostigen Februar im Durchschnitt des Quartals wohl rückläufig gewesen sind. Dies wird sich im zweiten Quartal umdrehen, und auch die Ausrüstungsinvestitionen dürften im nach wie vor günstigen Finanzierungsumfeld kräftig zulegen. Immerhin haben sich zuletzt auch die Industrieproduktion sowie die Neubestellungen im verarbeitenden Gewerbe deutlich erholt, und die Stimmung der Unternehmen hat sich weiter aufgehellt.

„Thieme Teaching Award“ für Studie zur medizinischen Lehre Im Zweifel zuerst Theorie lernen und dann den Notfall üben

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Stuttgart – Sollen Medizinstudierende gleich den Notfall an einer Puppe üben? Oder ist der Lernerfolg größer, wenn angehende Ärzte zunächst theoretisch unterwiesen werden und sich anschließend am Simulator versuchen? Diese Frage hat jetzt erstmals Dr. med. Georg Breuer systematisch untersucht, Oberarzt für Anästhesiologie am Universitätsklinikum Erlangen. Mit Erfolg: Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) hat das innovative Forschungsprojekt im Rahmen des Deutschen Anästhesiekongresses (DAC) am vergangenen Sonnabend in Leipzig mit dem „Thieme-Teaching-Award“ ausgezeichnet. Die Thieme Verlagsgruppe, Stuttgart, stiftet die mit 5 000 Euro dotierte Auszeichnung.

Im Jahr 2002 wurde das Medizinstudium reformiert mit dem Ziel, Ärzte stärker praxisbezogen auszubilden. Seither arbeiten Nachwuchsärzte in vielen Bereichen, vor allem in der Notfallmedizin, mit Patientensimulatoren. Die Studierenden üben dabei die Wiederbelebung etwa nach einem Herzinfarkt an Puppen. Bislang ungeklärt ist, ob es sinnvoller ist, sie zunächst theoretisch zu unterweisen oder ob sie am Patientensimulator „den Sprung ins kalte Wasser“ wagen sollten, um aus ihren Fehlern zu lernen. „Bisher regeln alle Universitäten dies unterschiedlich“, berichtet Georg Breuer.

 

In seiner Pilotstudie eines mehrstufig angelegten Forschungsprojekts hat der Anästhesiologe aus Erlangen daher an 20 Probanden untersucht, welcher Ablauf das Handlungswissen begünstigt. Dabei verteilte er die Studierenden im Alter zwischen 21 und 42 Jahren nach dem Zufallsprinzip auf zwei Lerngruppen. Beide Gruppen versorgten am Simulator verschiedene Notfälle – einen anaphylaktischen Schock und einen Herzinfarkt. Die Theorie lernten sie entweder vorher oder nachher mit einem Standard-Vortrag.

 

Alle Probanden erhielten vorab einen Fragebogen, der Persönlichkeitseigenschaften, Arbeitsstil, medizinisches Vorwissen, aktuelle Stimmung und persönliche Angaben erfragte. Abschließend füllten die Teilnehmer einen zweiten Fragebogen aus, mit dem berufliches Fähigkeitsselbstkonzept, Selbstwirksamkeitserwartung, Umgang mit Medien sowie Stimmung untersucht wurden. Alle Teilnehmer mussten zudem einen Wissenstest absolvieren und ein Interview zum Stresserleben am Simulator führen.

Ergebnis der Studie „Der Sprung ins kalte Wasser: Eine qualitative und quantitative Untersuchung zu simulatorbasiertem Lernen im Bereich Notfallmedizin“: Für den Wissenserwerb spielte keine ausschlaggebende Rolle, ob zunächst Theorie oder Simulation gelehrt wurde. „Allerdings zeigte sich eine leichte Überlegenheit für die Reihenfolge Theorie-Simulation“, resümiert Dr. Breuer. „Das unvorbereitete Simulator-Training ist nicht für jeden Studierenden von Vorteil. Extrovertierte Persönlichkeiten profitieren davon, andere Studierende reagieren ängstlich und gereizt.“ Die Untersuchung soll demnächst veröffentlicht werden.

Um den „Thieme Teaching Award“ bewerben sich Mitglieder der DGAI mit Arbeiten auf dem Gebiet der Lehre, Fort- und Weiterbildung in Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerzmedizin. Die Thieme Verlagsgruppe stiftet den Preis in diesem Jahr zum neunten Mal.

 

Was ist eine „Angina pectoris“?

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10-Punkte-Programm für herzkranke Diabetiker

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Diakonie: Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund stärker in den Blick nehmen

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Berlin, 4. Mai 2012 Die Diakonie fordert, die Belange von Migranten mit
Behinderung stärker zu berücksichtigen. „Die gesetzlichen und finanziellen
Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass auch Migranten mit
Behinderung einen barrierefreien Zugang zu den Leistungen des Sozialsystems
haben und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, betont
Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier anlässlich des Europäischen Protesttages
zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.

Die Praxis zeige, dass Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund
Angebote und Dienste für Menschen mit Behinderung seltener in Anspruch nehmen.
„Migranten mit einer Behinderung stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen.
Sie müssen sich in einer fremden Gesellschaft und in einem fremden System aus
Hilfen und Unterstützung zurechtfinden. Häufig kommen sprachliche
Schwierigkeiten hinzu. Viel zu oft werden Migranten mit Behinderung von den
Angeboten nicht erreicht“, kritisiert Stockmeier.

Die Diakonie setzt sich daher dafür ein, Angebote und Dienste interkulturell zu
öffnen. „Dazu zählt zum Beispiel eine kultursensible Ausbildung, in der
Fachkräfte lernen, mit den verschiedenen kulturspezifischen Bedürfnissen der
Menschen umzugehen“, betont der Diakonie-Präsident. Wichtig seien auch
Information und Beratung in verschiedenen Sprachen, die auf kulturelle
Unterschiede und Bedürfnisse eingehen. Dies erleichtere Menschen mit
Migrationshintergrund den Zugang zu den Diensten und Angeboten und helfe,
Barrieren und Ängste abzubauen.

Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland haben eine Behinderung. Der Anteil
der Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund ist nicht genau bekannt.

Einen Bericht über Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund findet
sich auf diakonie.de unter https://www.diakonie.de/diakonie-news-188-behinderung-und-migration-9106.htm . In den kommenden Tagen werden dort weitere Geschichten sowie ein Video zu Menschen mit Behinderung veröffentlicht.

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Fachverbände für Menschen mit
Behinderung haben eine „Gemeinsame Erklärung zur interkulturellen Öffnung und
zur kultursensiblen Arbeit für und mit Menschen mit Behinderung und
Migrationshintergrund“ verabschiedet. Diese kann heruntergeladen werden unter
https://www.bagfw.de/fileadmin/media/Projekte_2012/Gemeinsame_Erkl%C3%A4rung_2012-01-23_final.pdf
Auf https://www.bagfw.de/hier-ist-text-in-leichter-sprache/ findet sich ein Link
zu der 20seitigen Erklärung in einfacher Sprache.

Heidolph erhält den Dräger Award

Medizinsysteme, Medizintechnik0 comments

Im Rahmen ihres „Supplier Day“ hat die Firma Dräger sechs ihrer Lieferanten für ihre Leistungen ausgezeichnet. Mit dem sogenannten Award „Overall“ ist die Heidolph Elektro GmbH & Co. KG prämiert worden. Sie entwickelt für Dräger komplexe Systeme und aufwendige Baugruppen für den Medizinbereich wie Trolleys zum Transport von hochsensiblen Geräten oder elektrisch angetriebene Deckenversorgungseinheiten.

Automatica 2012 – Automatisierungstechnik im Dienste der Gesundheit

Gesundheitswesen, Medizinsysteme, Medizintechnik, Messen, Termine0 comments

Die „Automatica“ zeigt vom 22. bis 25. Mai in München, wie Roboter, Montageanlagen und Bildverarbeitung sowie Automatisierungskomponenten im Gesundheitsdienst tätig sind (Verzeichnis der Aussteller als Download). Im Rahmen eines Vortragsprogramms werden am 24. Mai Automatisierungsthemen in der Medizintechnik behandelt