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Category Archives: Diakonie

Kinderhospize leisten hochprofessionelle und unverzichtbare Arbeit

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Anlässlich des bundesweiten Kinderhospiztages am Montag (10. Februar 2014) würdigt die CDU-Landtagsfraktion die unverzichtbare Arbeit der Kinderhospize. „Die lebensbedrohliche Erkrankung von Kindern und Jugendlichen ist eine der schwersten Situationen, die es überhaupt im Leben von Eltern und Familien geben kann. Die Betroffenen benötigen eine besonders einfühlsame und spezifische Versorgung und Betreuung. Die Erkrankung stellt Eltern, Geschwister und die gesamte Familie oft vor unüberwindlich erscheinende Probleme und Herausforderungen. Die Hospize mit ihren vielen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern leisten hier hochprofessionelle Hilfe. Ihr Wert kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Oskar Burkert.

In Nordrhein-Westfalen sind rund 3.600 Kinder und Jugendliche von lebensbegrenzenden Erkrankungen betroffen. Für ihre Versorgung stehen die fünf Kinderhospize in Bielefeld, Olpe, Gelsenkirchen, Krefeld und Düsseldorf zur Verfügung. Dazu kommen landesweit 26 ambulante Kinderhospizdienste bzw. Kinderpalliativpflegedienste sowie 52 Kinderkrankenpflegedienste, von denen 26 auch Kinderpalliativpflege anbieten.

Burkert zufolge ist eine besondere Herausforderung die vergleichsweise lange Betreuungsdauer in der Kinderhospizarbeit: „Die Krankheitsverläufe der Kinder und Jugendlichen sind meist besonders schwer einzuschätzen. Im Gegensatz zu den Einrichtungen für Erwachsene leisten Kinderhospize daher oft über Jahre hinweg immer wieder Unterstützung für die Betroffenen. Dazu braucht es eine qualitativ besonders hochwertige Behandlung und Fachpflege.“

Diakonie: Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund stärker in den Blick nehmen

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Berlin, 4. Mai 2012 Die Diakonie fordert, die Belange von Migranten mit
Behinderung stärker zu berücksichtigen. „Die gesetzlichen und finanziellen
Rahmenbedingungen müssen so gestaltet werden, dass auch Migranten mit
Behinderung einen barrierefreien Zugang zu den Leistungen des Sozialsystems
haben und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können“, betont
Diakonie-Präsident Johannes Stockmeier anlässlich des Europäischen Protesttages
zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.

Die Praxis zeige, dass Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund
Angebote und Dienste für Menschen mit Behinderung seltener in Anspruch nehmen.
„Migranten mit einer Behinderung stehen oft vor zusätzlichen Herausforderungen.
Sie müssen sich in einer fremden Gesellschaft und in einem fremden System aus
Hilfen und Unterstützung zurechtfinden. Häufig kommen sprachliche
Schwierigkeiten hinzu. Viel zu oft werden Migranten mit Behinderung von den
Angeboten nicht erreicht“, kritisiert Stockmeier.

Die Diakonie setzt sich daher dafür ein, Angebote und Dienste interkulturell zu
öffnen. „Dazu zählt zum Beispiel eine kultursensible Ausbildung, in der
Fachkräfte lernen, mit den verschiedenen kulturspezifischen Bedürfnissen der
Menschen umzugehen“, betont der Diakonie-Präsident. Wichtig seien auch
Information und Beratung in verschiedenen Sprachen, die auf kulturelle
Unterschiede und Bedürfnisse eingehen. Dies erleichtere Menschen mit
Migrationshintergrund den Zugang zu den Diensten und Angeboten und helfe,
Barrieren und Ängste abzubauen.

Rund zehn Millionen Menschen in Deutschland haben eine Behinderung. Der Anteil
der Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund ist nicht genau bekannt.

Einen Bericht über Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund findet
sich auf diakonie.de unter https://www.diakonie.de/diakonie-news-188-behinderung-und-migration-9106.htm . In den kommenden Tagen werden dort weitere Geschichten sowie ein Video zu Menschen mit Behinderung veröffentlicht.

Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege und die Fachverbände für Menschen mit
Behinderung haben eine „Gemeinsame Erklärung zur interkulturellen Öffnung und
zur kultursensiblen Arbeit für und mit Menschen mit Behinderung und
Migrationshintergrund“ verabschiedet. Diese kann heruntergeladen werden unter
https://www.bagfw.de/fileadmin/media/Projekte_2012/Gemeinsame_Erkl%C3%A4rung_2012-01-23_final.pdf
Auf https://www.bagfw.de/hier-ist-text-in-leichter-sprache/ findet sich ein Link
zu der 20seitigen Erklärung in einfacher Sprache.

Diakonie unterstützt Bündnis für gute Pflege

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Berlin, 9. März 2012 Die Diakonie Deutschland begrüßt ausdrücklich die
Initiative „Bündnis für gute Pflege“ und teilt die Positionen und Forderungen
des Bündnisses. „Die Diakonie hat ein großes Interesse, sich gemeinsam mit allen
Sozialpartnern für eine würdevolle Pflege zu engagieren und sich für gute
Arbeits- und Rahmenbedingungen einzusetzen“, erklärt Maria Loheide,
sozialpolitischer Vorstand des Diakonie Bundesverbandes am Freitag in Berlin.

Hilfe- und pflegebedürftige Menschen bräuchten eine starke Lobby, die ihre
Interessen gegenüber der Politik vertrete. Auch die Denkschrift der
Evangelischen Kirche in Deutschland zur Gesundheit mit dem Titel „Und unseren
kranken Nachbarn auch!“ sehe diese Notwendigkeiten.

Die Diakonie setze sich schon lange für die Verbesserung und Weiterentwicklung
der Pflege ein. „Leider ist ein Bündnis aller Verbände der Wohlfahrtspflege und
aller Sozialpartner zu diesem Zeitpunkt nicht gelungen“, sagt Loheide. „Das
bedauern wir insbesondere als federführender Verband der
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.“