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Category Archives: Gesundheitswesen

DVKC vergibt den Förderpreis 2016 mit Unterstützung der Evangelischen Bank

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Der DVKC (Deutscher Verein für Krankenhaus-Controlling – Management und Controlling in der Gesundheitswirtschaft) vergibt 2016  erneut seinen Förderpreis mit Unterstützung der Evangelischen Bank. Der DVKC prämiert mit seinem Förderpreis sowohl praxiserprobte Projekte als auch nachhaltige Konzepte für die Gesundheitswirtschaft. Es können sich wieder Veteranen und Nachwuchskräfte aus dem  Management und Controlling in der Gesundheitswirtschaft mit Ihren innovativen Ideen bewerben. Ausgewählt werden die Preisträger durch eine hochkarätige Jury, bestehend aus dem DVKC-Vorstand und dem wissenschaftlichen Beirat des DVKC. Verliehen wird der Preis 2016 wieder in zwei Kategorien, Wissenschaft und  Wirtschaft.  Der DVKC prämiert auch nachhaltige und innovative  Projekte über das Krankenhausmanagement und –controlling hinaus. Die Preisverleihung findet im Rahmen des 23. Deutschen Krankenhaus-Controller-Tages in Potsdam statt und den  Gewinnern wird die Möglichkeit gegeben  ihre Projekte und Ideen der Fachwelt zu präsentieren. Leser der KU Gesundheitsmanagement hatten in der Dezemberausgabe 2015 die Möglichkeit, die Projekte aller Förderpreisträger des Jahres 2015 nochmals kennenzulernen.

Bewerbungen sowohl zu klassischen innersektoralen, als auch zu innovativen sektorenübergreifenden und interdisziplinären Themen werden mit einbezogen. Die Gewinner erhalten eine kleine finanzielle Anerkennung, eine  Urkunde sowie die Möglichkeit Ihre Projekt und Ideen auf dem Krankenhaus-Controller-Tag vorzustellen.

Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 29. Februar 2016 an die Geschäftsstelle des DVKC unter info@dvkc.de Betreff: Förderpreis 2016. Die Gewinner werden bis zum 15. März 2016 benachrichtigt.

Krankenhäuser stellen mehr Controller ein

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Berlin – Die Krankenhäuser haben im vergangenen Jahr mehr Mitarbeiter im Controlling eingestellt. So stieg bei Krankenhäusern aller Größenordnungen der Anteil der Häuser mit mehr als zehn Controllern teils deutlich an. Das geht aus der 5. Krankenhaus­controllingstudie hervor, die der Deutsche Verein für Krankenhauscontrolling, der Lehrstuhl für Controlling der Bergischen Universität Wuppertal und die Manage­mentberatung zeb gestern vorgestellt haben.

 

Direkter Link zum Artikel im Ärzteblatt

Link zur zeb-Managementberatung

Devicemed: Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen

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Der Trend, eigene Daten zu sammeln, zu veröffentlichen und zu vergleichen, zieht immer weitere Kreise. So können beispielsweise smarte Uhren inzwischen permanent Pulsfrequenz, Blutdruck oder Stresslevel messen. Die damit verbundenen Chancen und Risiken können Sie Ende März mit der nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Svena Schulze diskutieren.

Oskar Burkert zur Ausbildung von PTA: „Landesregierung bringt Beruf der PTA in Gefahr“

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„Es ist alarmierend: Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Auszubildenden zu Pharmazeutisch-Technischen Assistenten nahezu halbiert“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Oskar Burkert nach einer Anhörung von Experten im Gesundheitsausschuss des Landtags. Ursache für den dramatischen Rückgang ist die Streichung der Landeszuschüsse zu den Ausbildungskosten. Bis zum Sommer vergangenen Jahres hatte die Landesregierung die Schulkosten von bis zu 370 Euro im Monat mit 73 Euro bezuschusst. Diese Förderung wurde komplett gestrichen, entsprechend müssen die Kosten nun komplett von den Schülerinnen und Schülern selbst getragen werden. „Das ist Rot-Grün: Kostenloses Studium für Apotheker, Abkassieren bei den Pharmazeutisch-Technischen-Assistentinnen.“

„Vor allem für Schülerinnen aus sozial schwächeren Schichten ist es nun unmöglich, eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin aufzunehmen“, kritisiert Burkert. Der Christdemokrat sieht einen ganzen Berufsstand in Gefahr: „Derzeit arbeiten mehr PTAs in den Apotheken als Apothekerinnen und Apotheker. Eine rückläufige Ausbildung wird bald zu einem massiven Fachkräftemangel in diesem Bereich führen.“ Dadurch könne die flächendeckende Versorgung mit Medikamenten schon bald gefährdet sein. Die Kürzung habe zudem dazu geführt, dass erste PTA-Schulen hätten schließen müssen.

„Es muss schnell Abhilfe geschaffen werden, um diesen Trend zu stoppen“, fordert Burkert die Landesregierung zu raschem Handeln auf. „Die Schülerinnen und Schüler ebenso wie die PTA-Schulen brauchen Unterstützung und Sicherheit.“ Burkert fordert, die alte Förderung kurzfristig wieder einzuführen und anschließend über eine Neuausrichtung der PTA-Ausbildung nachzudenken. „Mittelfristig sollte es auch in diesem Bereich zu einer dualen Ausbildung kommen“, so der Christdemokrat.

DocCheck: Arztsuizid: Freitod im Kittel

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Mediziner bringen sich laut einer älteren Analyse des Gießener Psychiaters Professor Christian Reimer bis zu 3-mal häufiger um als Nicht-Mediziner. Eine neue Studie ging nun der Frage nach, welche Merkmale Ärzte aufweisen, die sich umbringen und welche Methoden sie wählen.

Kinderhospize leisten hochprofessionelle und unverzichtbare Arbeit

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Anlässlich des bundesweiten Kinderhospiztages am Montag (10. Februar 2014) würdigt die CDU-Landtagsfraktion die unverzichtbare Arbeit der Kinderhospize. „Die lebensbedrohliche Erkrankung von Kindern und Jugendlichen ist eine der schwersten Situationen, die es überhaupt im Leben von Eltern und Familien geben kann. Die Betroffenen benötigen eine besonders einfühlsame und spezifische Versorgung und Betreuung. Die Erkrankung stellt Eltern, Geschwister und die gesamte Familie oft vor unüberwindlich erscheinende Probleme und Herausforderungen. Die Hospize mit ihren vielen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern leisten hier hochprofessionelle Hilfe. Ihr Wert kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete und Gesundheitsexperte Oskar Burkert.

In Nordrhein-Westfalen sind rund 3.600 Kinder und Jugendliche von lebensbegrenzenden Erkrankungen betroffen. Für ihre Versorgung stehen die fünf Kinderhospize in Bielefeld, Olpe, Gelsenkirchen, Krefeld und Düsseldorf zur Verfügung. Dazu kommen landesweit 26 ambulante Kinderhospizdienste bzw. Kinderpalliativpflegedienste sowie 52 Kinderkrankenpflegedienste, von denen 26 auch Kinderpalliativpflege anbieten.

Burkert zufolge ist eine besondere Herausforderung die vergleichsweise lange Betreuungsdauer in der Kinderhospizarbeit: „Die Krankheitsverläufe der Kinder und Jugendlichen sind meist besonders schwer einzuschätzen. Im Gegensatz zu den Einrichtungen für Erwachsene leisten Kinderhospize daher oft über Jahre hinweg immer wieder Unterstützung für die Betroffenen. Dazu braucht es eine qualitativ besonders hochwertige Behandlung und Fachpflege.“

Europäische Experten erörtern neueste Fakten und Fortschritte

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37. Dreiländertreffen DEGUM, ÖGUM, SGUM und 25. Euroson Kongress

9. bis 12. Oktober 2013, ICS Stuttgart
Ultraschallärzte tagen ab heute in Stuttgart:

Europäische Experten erörtern neueste Fakten und Fortschritte

Stuttgart – Ultraschall ist das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin und sehr vielfältig. Ärzte untersuchen damit nahezu alle inneren Organe und Gewebe sowohl im Bauch- als auch im Brustraum und darüber hinaus Blutgefäße, Gehirn, Gelenke, Muskeln, Nieren, Geschlechtsorgane und Brust. Auch bei Kindern, in der vorgeburtlichen Diagnostik, in medizinischen Notfällen und bei Operationen kommt das schonende Verfahren zum Einsatz. Neueste Methoden und Techniken der Sonografie sind Thema des 37. Dreiländertreffens der Deutschen, Österreichischen, Schweizer und Europäischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM, ÖGUM, SGUM, EFSUMB). Der Kongress beginnt heute und findet bis zum 12. Oktober 2013 in Stuttgart statt: „Ultraschall-Euroson 2013“ richtet sich unter dem Motto „Science and Education“ vor allem an Ärzte und europäische Wissenschaftler, die Sonografie in der Humanmedizin anwenden. Erwartet werden rund 2000 Teilnehmer.

 

Medizinischer Ultraschall kommt in der Inneren Medizin, Chirurgie, Neurologie, Urologie, Frauen- und Kinderheilkunde, Dermatologie und sogar in der Tiermedizin vielfach zum Einsatz. In allen Bereichen entwickeln sich Methoden und Geräte immer weiter, beispielsweise der Notfallultraschall: „Oft bringt die Sonografie schon in Notaufnahmen und auf Intensivstationen ein schnelles erstes Ergebnis“, erläutert Kongresspräsident Dr. med. Andreas Schuler aus Geislingen. Dies sei in hohem Maße ausschlaggebend für die weitere Behandlung, betont der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik an der Helfenstein Klinik.

 

So vielfältig wie die Sonografie selbst gestaltet sich das Kongressprogramm. „Experten aus verschiedenen Disziplinen diskutieren Themen wie Bauchspeicheldrüsen-, Magen-Darm- und Krebsdiagnostik, Gefäß- und Herzultraschall, Ultraschall in der Geburtshilfe, Notfallsonografie, ultraschallgezielte Therapie oder auch die sonografische Diagnostik von Erkrankungen im Kindesalter“, sagt Dr. Schuler. Im Rahmen von Refresher-Kursen, praxisorientierten Seminaren und durch praktische Übungen im Ultraschall-Lernzentrum bilden sich Anwender auf der Tagung „Ultraschall-Euroson 2013“ in einem umfangreichen Programm fort.

 

Fast 400 Experten referieren auf dem 37. Dreiländertreffen im Internationalen Congress Center Stuttgart. In etwa 75 Refresher-Kursen, 16 Anwenderseminaren mit fast 200 Vorträgen, 150 neuesten wissenschaftlichen Präsentationen und auf rund 100 Postern erörtern sie Themen aus Grundlagenforschung und angewandte Ultraschalltechnologien in der Medizin. Spezielle Angebote und Foren für junge Wissenschaftler ermöglichen den Kontakt und intensive Diskussion zwischen Europas Ultraschallspezialisten und jungen Forschern. Begleitend stellen über 40 pharmazeutische und medizintechnische Firmen und Fachverlage ihre Produkte vor.

 

Das Dreiländertreffen von DEGUM, ÖGUM und SGUM findet gemeinsam mit dem 25. Euroson Kongress der European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology (EFSUMB) im Internationalen Congress Center Stuttgart (ICS) statt.

Themen und Referenten:

37. Dreiländertreffen von DEGUM, ÖGUM und SGUM – Daten, Fakten und Highlights
Professor Dr. med. Andreas Schuler

Kongresspräsident, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik an der Helfenstein Klinik Geislingen

Hirn, Herz und Hand des ungeborenen Kindes: Was leistet Ultraschall in der vorgeburtlichen Diagnostik?

Professor Dr. med. Annegret Geipel

Vorstandsmitglied der DEGUM, Leitung Pränatale Medizin, Abteilung für Geburtshilfe und Pränatale Medizin, Universitätsklinikum Bonn

Fuß verdreht statt Tor geschossen: Sportverletzungen mit mobilen Ultraschallgeräten schon im Stadion erkennen?
Professor Dr. med. Andrea S. Klauser
Leitende Oberärztin der Universitätsklinik für Radiologie, Medizinische Universität Innsbruck

Ultraschallgezielte Interventionen – Möglichkeiten und Grenzen, unter anderem in der Krebsbehandlung

Professor Dr. med. Klaus Schlottmann
Internist, Gastroenterologie, Chefarzt der Medizinischen Klinik Katharinenhospital Unna, Leiter des Arbeitskreises Interventionelle Sonographie DEGUM

 

Das Abwandern der Physiotherapeuten

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fzm – Ähnlich wie in der Kranken- und Altenpflege könnte es in einigen Jahren auch in der Physiotherapie zu einem eklatanten Fachkräftemangel kommen. Zu diesem ernüchternden Schluss kommt die freie Journalistin Stephanie Hügler nach ausführlicher Recherche zum Thema Arbeitsbedingungen und Bezahlung in der Physiotherapie. In der Fachzeitschrift „physiopraxis“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2013) schildert sie, wie sehr die teils harten Arbeitsbedingungen und die mageren Löhne die Therapeuten zermürben: „Nicht wenige kehren ihrem einstigen Traumberuf bereits frustriert den Rücken.“
Zur ausführlichen Pressemitteilung

 

DGCH-Präsident kritisiert Systemfehler bei Transplantationen

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München – Der Skandal um gefälschte Laborwerte bei Lebertransplantationen ist für den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), Professor Karl-Walter Jauch, nicht zuletzt auch zurückzuführen auf „Systemfehler“ in der deutschen Transplantationsmedizin. Dies betont Jauch im Vorfeld des 130. Chirurgenkongresses. Insbesondere sei die Konkurrenz um Organe zwischen den Kliniken in Deutschland zu hoch. Der DGCH-Vorsitzende fordert daher, die Zahl der Kliniken von 47 auf sechs übergeordnete Zentren zu verringern.

Kriminelles Verhalten von Ärzten ist für Professor Dr. med. h. c. Karl-Walter Jauch nicht zu entschuldigen. Der Direktor der Chirurgischen Klinik am Campus Großhadern der Universität München (LMU) ist aber überzeugt, dass „gewisse Rahmenbedingungen ein Fehlverhalten von Medizinern in der Transplantationsmedizin begünstigen“. Er nennt drei Kritikpunkte. Zum einen sei der Konkurrenzdruck zwischen den Transplantationszentren in Deutschland teilweise erdrückend. Die Folge ist ein Verteilungskampf um knappe Organe. Um als Klinik möglichst viele davon zu erhalten, würden auch Patienten auf der Warteliste angemeldet, die selbst mit neuer Leber schlechte Überlebensaussichten haben. Den höchsten Konkurrenzdruck gibt es laut Professor Jauch in Bayern, mit vier Transplantationszentren für zehn Millionen Einwohner . In Baden-Württemberg seien es für zehn Millionen Menschen zwei Zentren, in Großbritannien und den USA weniger. „Wir müssen die Zahl von 47 Transplantationszentren in Deutschland auf sechs übergeordnete Zentren mit einem Netzwerk assoziierter Organzentren reduzieren“, fordert der Präsident des 130. Chirurgenkongresses.

Einen zweiten Systemfehler sieht der Transplantationsmediziner in der Organverteilung auf die Patienten. Im Jahr 2006 hat Deutschland aus den USA den sogenannten „MELD−Score“ übernommen: Anhand von drei Laborwerten lassen sich damit die Überlebenschancen der Patienten nach einer Lebertransplantation bewerten. Aus einem Instrument, dass den Zustand des Patienten anzeigt, habe Deutschland jedoch das „sickest first“-Prinzip gemacht: Patienten mit hohem MELD-Score würden bevorzugt, obwohl die Überlebenschancen bei diesen schwer kranken Menschen am geringsten sind. Chirurg Jauch sieht darin einen folgenschwerer Fehler. In Deutschland würden ein Jahr nach der Lebertransplantation noch 75 Prozent der Patienten leben, in den USA, Kanada und Großbritannien seien es über 90 Prozent. Professor Jauch: „Diese Zahlen sind weder international zu rechtfertigen, noch werden sie den Erwartungen von Spendern und deren Familien gerecht, die auf einen sinnvollen Einsatz der Organe hoffen.“

Der dritte Punkt betrifft eine aus Sicht des Experten mangelnde Professionalität in der Transplantationsmedizin. Das Fachgebiet sei heute nur ein Zwischenschritt in der beruflichen Laufbahn, ein „temporärer Karrierebeschleuniger auf dem Weg zum Professor oder zum Chefarzt“. Darunter leiden nach Erfahrung des DGCH-Präsidenten „professionelle Werte wie Redlichkeit, Verlässlichkeit, Transparenz und Menschenfreundlichkeit“. Wie in anderen chirurgischen Bereichen könnte ein dreijähriges Ausbildungskonzept die Qualität in der Transplantationsmedizin sichern.

Neben mehr Transparenz in der Qualifikation eines Transplantationszentrums fordert Professor Jauch eine Form der Organvergabe, die auch die Erfolgsaussichten der Transplantation berücksichtigt. Davon abgesehen müsse aber ein Fehlverhalten von Ärzten persönliche Konsequenzen haben. „Auch wenn am Ende die groteskesten Betrugsfälle keine strafrechtliche Relevanz haben werden, sollten sie doch zumindest standesrechtlich geahndet werden“, fordert Professor Jauch: „Ein darüber Hinwegsehen ist nicht vertretbar, würde zu Recht in der Bevölkerung auf Unverständnis stoßen und der ärztlichen Selbstverwaltung als Makel anhaften.“ Read more about all this www.stealthyweightloss.com.

Die ausführliche Stellungnahme finden Sie hier:

DGCH-Mitteilungen 2/2013, S. 102ff.

http://www.dgch.de/fileadmin/media/texte_pdf/2013-02_DGCH-Mitteilung.pdf

130. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) 30. April bis 3. Mai 2013, ICM München

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Chirurgen tagen gemeinsam in München:

Sichere Operationen – durch Leidenschaft und Augenmaß

 

München – Das Durchschnittsalter der chirurgischen Patienten in der Klinik hat sich in den letzten 20 Jahren um etwa zehn Jahre erhöht. Ärzte und Pflegepersonal in der Chirurgie haben so deutlich mehr mit Alterserkrankungen wie Lungen- und Herz-Erkrankungen, Osteoporose, Arterienverkalkung, Mangelernährung oder Demenz zu tun, die den Behandlungserfolg gefährden. Auf dem 130. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) vom 30. April bis 3. Mai 2013 in München diskutieren rund 5500 Chirurgen aller Fachdisziplinen mit welchen Konzepten die Operation und Genesung älterer Patienten künftig verbessert werden kann. Auch die aktuellen Diskurse um Bonuszahlungen, wie auch Innovationen im OP und Patientensicherheit sind Schwerpunkte des Kongresses.

 

Mit der steigenden Lebenserwartung in der Bevölkerung steigen auch die Wünsche an Lebensqualität und Beweglichkeit im Alter – das verlangt Höchstleistungen vom Operateur. Gleichzeitig sehen sich Ärzte in Klinik und Praxis wachsenden ökonomischen Druck ausgesetzt. „Wir müssen höchsten persönlichen Einsatz mitbringen und mit Leidenschaft für das Fach eintreten, um die alltäglichen Hürden zu meistern. Ergänzend zur Leidenschaft ist das richtige Augenmaß notwendig – in der täglichen Behandlung des Patienten und im Umgang mit Kollegen“, erläutert Professor Dr. med. Karl-Walter Jauch, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH). Nur so lasse sich der hohe Qualitätsstandard in Forschung und Praxis erhalten. Alle Schwerpunktthemen des diesjährigen Chirurgenkongresses in München stehen daher unter dem Motto „Chirurgie mit Leidenschaft und Augenmaß“.

 

Der erste der vier Thementage widmet sich der „Chirurgie im hohen Lebensalter“. 20 Prozent der über 70-Jährigen leiden unter mindestens fünf Erkrankungen gleichzeitig. „Das erfordert, dass wir sehr genau prüfen, ob eine Indikation zur Operation angesichts von Begleiterkrankungen oder eingeschränkten Kräftereserven gegeben ist, welches Operationsverfahren sich eignet und dass es ein postoperatives Konzept gibt“, erklärt Jauch, der die Chirurgische Klinik und Poliklinik des Klinikums Großhadern der Ludwig-Maximilians-Universität München leitet. Experten diskutieren am ersten Kongresstag unter anderem, wann Chirurgen Gelenke oder Hüften älterer Menschen erhalten oder besser ersetzen und wie Komplikationen verhindert werden können.

 

Die aktuelle Diskussion um Zielvereinbarungen in Arztverträgen hat den „Arbeitsplatz Chirurgie“ auch in den öffentlichen Fokus gerückt. Am „Tag der Arbeit“ diskutieren Chirurgen auf dem Kongress gemeinsam mit Vertretern der Krankenhausdirektion notwendige Schritte zur Verbesserung der Arbeitssituation in Klinik und Praxis sowie über Führungskultur und Verantwortung. „Denn wir möchten den Nachwuchs weiterhin für das Fach begeistern und nicht mehr akzeptierte Arbeitsbedingungen und Demotivation vermeiden“, sagt Jauch. Auch dieses Jahr bietet die DGCH das „Studentenforum“ an, um den Nachwuchs für das chirurgische Fach zu begeistern: Interessierte Medizinstudenten können im „Skills Lab“ unter Anleitung ihre chirurgischen Fertigkeiten testen. An den beiden anderen Kongresstagen stehen Innovationen in der Chirurgie und die Patientensicherheit auf der Agenda.

 

Neben den täglichen Sitzungen und Vorträgen bieten die Veranstalter Kongressbesuchern Exkursionen an: Zu besichtigen ist Europas größtes zusammenhängendes OP-Zentrum, dessen Eröffnung 2014 geplant ist, ein weltweit führendes Unternehmen der chirurgischen Navigationstechnik, eine Firma, die Stamzellpräparate zur Patientenbehandlung herstellt, und die erste vollklinische Protonen-Bestrahlungsanlage Europas (RPTC). Das wissenschaftliche Programm gestaltet die DGCH gemeinsam mit ihren zehn Mitgliedsgesellschaften der Allgemein- und Viszeral-, Gefäß-, Herz-, Kinder-, Neuro-, Mund-Kiefer-Gesichts-, Thorax-, Unfall- und Plastischen Chirurgie sowie der Orthopädie. Weitere Informationen zum Programm und Hinweise zur Anmeldung finden Interessierte unter www.chirurgie2013.de.

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