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Category Archives: Medizinsysteme

Devicemed: Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen

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Der Trend, eigene Daten zu sammeln, zu veröffentlichen und zu vergleichen, zieht immer weitere Kreise. So können beispielsweise smarte Uhren inzwischen permanent Pulsfrequenz, Blutdruck oder Stresslevel messen. Die damit verbundenen Chancen und Risiken können Sie Ende März mit der nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerin Svena Schulze diskutieren.

Oskar Burkert zur Ausbildung von PTA: „Landesregierung bringt Beruf der PTA in Gefahr“

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„Es ist alarmierend: Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Auszubildenden zu Pharmazeutisch-Technischen Assistenten nahezu halbiert“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Oskar Burkert nach einer Anhörung von Experten im Gesundheitsausschuss des Landtags. Ursache für den dramatischen Rückgang ist die Streichung der Landeszuschüsse zu den Ausbildungskosten. Bis zum Sommer vergangenen Jahres hatte die Landesregierung die Schulkosten von bis zu 370 Euro im Monat mit 73 Euro bezuschusst. Diese Förderung wurde komplett gestrichen, entsprechend müssen die Kosten nun komplett von den Schülerinnen und Schülern selbst getragen werden. „Das ist Rot-Grün: Kostenloses Studium für Apotheker, Abkassieren bei den Pharmazeutisch-Technischen-Assistentinnen.“

„Vor allem für Schülerinnen aus sozial schwächeren Schichten ist es nun unmöglich, eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin aufzunehmen“, kritisiert Burkert. Der Christdemokrat sieht einen ganzen Berufsstand in Gefahr: „Derzeit arbeiten mehr PTAs in den Apotheken als Apothekerinnen und Apotheker. Eine rückläufige Ausbildung wird bald zu einem massiven Fachkräftemangel in diesem Bereich führen.“ Dadurch könne die flächendeckende Versorgung mit Medikamenten schon bald gefährdet sein. Die Kürzung habe zudem dazu geführt, dass erste PTA-Schulen hätten schließen müssen.

„Es muss schnell Abhilfe geschaffen werden, um diesen Trend zu stoppen“, fordert Burkert die Landesregierung zu raschem Handeln auf. „Die Schülerinnen und Schüler ebenso wie die PTA-Schulen brauchen Unterstützung und Sicherheit.“ Burkert fordert, die alte Förderung kurzfristig wieder einzuführen und anschließend über eine Neuausrichtung der PTA-Ausbildung nachzudenken. „Mittelfristig sollte es auch in diesem Bereich zu einer dualen Ausbildung kommen“, so der Christdemokrat.

Bayer Health Care Bayer verkauft Teil der Medizintechnik-Sparte an Boston Scientific

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Boston Scientific zahlt nach Bayer-Angaben 415 Mio. US-Dollar für das Interventional-Geschäft von Bayer. Das Geschäft mit Geräten und Kathetern zur Beseitigung von Blutgerinnseln und Erweiterung verengter Gefäße macht mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 85 Mio. Euro nur einen Bruchteil des Umsatzes der Medizintechnik-Sparte von 2,5 Mrd. Euro aus.

Europäische Experten erörtern neueste Fakten und Fortschritte

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37. Dreiländertreffen DEGUM, ÖGUM, SGUM und 25. Euroson Kongress

9. bis 12. Oktober 2013, ICS Stuttgart
Ultraschallärzte tagen ab heute in Stuttgart:

Europäische Experten erörtern neueste Fakten und Fortschritte

Stuttgart – Ultraschall ist das am häufigsten eingesetzte bildgebende Verfahren in der Medizin und sehr vielfältig. Ärzte untersuchen damit nahezu alle inneren Organe und Gewebe sowohl im Bauch- als auch im Brustraum und darüber hinaus Blutgefäße, Gehirn, Gelenke, Muskeln, Nieren, Geschlechtsorgane und Brust. Auch bei Kindern, in der vorgeburtlichen Diagnostik, in medizinischen Notfällen und bei Operationen kommt das schonende Verfahren zum Einsatz. Neueste Methoden und Techniken der Sonografie sind Thema des 37. Dreiländertreffens der Deutschen, Österreichischen, Schweizer und Europäischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM, ÖGUM, SGUM, EFSUMB). Der Kongress beginnt heute und findet bis zum 12. Oktober 2013 in Stuttgart statt: „Ultraschall-Euroson 2013“ richtet sich unter dem Motto „Science and Education“ vor allem an Ärzte und europäische Wissenschaftler, die Sonografie in der Humanmedizin anwenden. Erwartet werden rund 2000 Teilnehmer.

 

Medizinischer Ultraschall kommt in der Inneren Medizin, Chirurgie, Neurologie, Urologie, Frauen- und Kinderheilkunde, Dermatologie und sogar in der Tiermedizin vielfach zum Einsatz. In allen Bereichen entwickeln sich Methoden und Geräte immer weiter, beispielsweise der Notfallultraschall: „Oft bringt die Sonografie schon in Notaufnahmen und auf Intensivstationen ein schnelles erstes Ergebnis“, erläutert Kongresspräsident Dr. med. Andreas Schuler aus Geislingen. Dies sei in hohem Maße ausschlaggebend für die weitere Behandlung, betont der Ärztliche Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik an der Helfenstein Klinik.

 

So vielfältig wie die Sonografie selbst gestaltet sich das Kongressprogramm. „Experten aus verschiedenen Disziplinen diskutieren Themen wie Bauchspeicheldrüsen-, Magen-Darm- und Krebsdiagnostik, Gefäß- und Herzultraschall, Ultraschall in der Geburtshilfe, Notfallsonografie, ultraschallgezielte Therapie oder auch die sonografische Diagnostik von Erkrankungen im Kindesalter“, sagt Dr. Schuler. Im Rahmen von Refresher-Kursen, praxisorientierten Seminaren und durch praktische Übungen im Ultraschall-Lernzentrum bilden sich Anwender auf der Tagung „Ultraschall-Euroson 2013“ in einem umfangreichen Programm fort.

 

Fast 400 Experten referieren auf dem 37. Dreiländertreffen im Internationalen Congress Center Stuttgart. In etwa 75 Refresher-Kursen, 16 Anwenderseminaren mit fast 200 Vorträgen, 150 neuesten wissenschaftlichen Präsentationen und auf rund 100 Postern erörtern sie Themen aus Grundlagenforschung und angewandte Ultraschalltechnologien in der Medizin. Spezielle Angebote und Foren für junge Wissenschaftler ermöglichen den Kontakt und intensive Diskussion zwischen Europas Ultraschallspezialisten und jungen Forschern. Begleitend stellen über 40 pharmazeutische und medizintechnische Firmen und Fachverlage ihre Produkte vor.

 

Das Dreiländertreffen von DEGUM, ÖGUM und SGUM findet gemeinsam mit dem 25. Euroson Kongress der European Federation of Societies for Ultrasound in Medicine and Biology (EFSUMB) im Internationalen Congress Center Stuttgart (ICS) statt.

Themen und Referenten:

37. Dreiländertreffen von DEGUM, ÖGUM und SGUM – Daten, Fakten und Highlights
Professor Dr. med. Andreas Schuler

Kongresspräsident, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Medizinischen Klinik an der Helfenstein Klinik Geislingen

Hirn, Herz und Hand des ungeborenen Kindes: Was leistet Ultraschall in der vorgeburtlichen Diagnostik?

Professor Dr. med. Annegret Geipel

Vorstandsmitglied der DEGUM, Leitung Pränatale Medizin, Abteilung für Geburtshilfe und Pränatale Medizin, Universitätsklinikum Bonn

Fuß verdreht statt Tor geschossen: Sportverletzungen mit mobilen Ultraschallgeräten schon im Stadion erkennen?
Professor Dr. med. Andrea S. Klauser
Leitende Oberärztin der Universitätsklinik für Radiologie, Medizinische Universität Innsbruck

Ultraschallgezielte Interventionen – Möglichkeiten und Grenzen, unter anderem in der Krebsbehandlung

Professor Dr. med. Klaus Schlottmann
Internist, Gastroenterologie, Chefarzt der Medizinischen Klinik Katharinenhospital Unna, Leiter des Arbeitskreises Interventionelle Sonographie DEGUM

 

Innovationszentrum für Bioenergie eröffnet

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Wirtschaftsförderung Mitinitiator und Ideengeber
Mit der Enthüllung des offiziellen Logos haben das Netzwerk Energie &
Umwelt e.V. und das Deutsche Biomasseforschungszentrum (DBFZ) am 16.
September die Einweihung des Innovationszentrums für Bioenergie in der
Torgauer Straße vorgenommen. Damit wurde der Grundstein für eine dauerhafte
und einfache Integration von kleinen und mittelständischen Unternehmen in
die Bioenergieforschung am Wissenschaftspark gelegt und zur weiteren
Etablierung Leipzigs als führender Bioenergiestandort beigetragen.

Die Leipziger Wirtschaftsförderung unterstützte von Beginn an als
Mitinitiator und Ideengeber das Vorhaben. Die Ansiedlung von innovativen
Unternehmen im Umfeld des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) ist
ein wesentliches Ziel der Wirtschaftsförderung. Die Leipziger Stiftung für
Innovation und Technologietransfer, eine hundertprozentige Tochter der
Stadt Leipzig, unterstützte ebenfalls das Anliegen. Dank der Finanzierung
durch die Leipziger Stiftung für Innovation und Technologietransfer konnte
bereits im November 2010 die Stelle eines Innovationskoordinators besetzt
werden.

Unternehmen im Bereich der Bioenergie werden durch zahlreiche
innovationsfördernde Dienstleistungen in Kombination mit der sehr guten
Forschungsinfrastruktur einzigartige Perspektiven eröffnet, ihre
Entwicklungen aus der Forschung schnell und kosteneffizient auf den Markt
zu bringen. Angewandte Forschung und Entwicklung einfach zu gestalten,
Innovationskompetenz zu bündeln und sie aus einer Hand für Firmen verfügbar
zu machen, ist erklärtes Ziel des Innovationszentrums für Bioenergie.See more related information on this subject at SharpenedKnife.com website.

Kooperationspartner wie das Fraunhofer MOEZ, die Patentanwälte Köhler und
Kollegen, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), die Agil GmbH
oder die HTWK bringen hervorragendes fachliches Know-how und technische
Ausstattung mit ein. „Das Innovationszentrum bietet Ausgründungen und
Start-Ups ein optimales Umfeld“, freut sich Prof. Dr. mont. Michael Nelles,
der wissenschaftliche Geschäftsführer des DBFZ. Insbesondere die
Beschleunigung von Innovationsprozessen steht im Fokus des
Dienstleistungsportfolios. So werden die Anmietung von Bürofläche auf dem
Gelände des DBFZ sowie Services im Bereich der Patent- und Schutzrechte,
der Innovations­finanzierung, Konsortienbildung, Projektbeantragung sowie
der Internationalisierung angeboten.

Auch für die Stadt Leipzig ist die Initiierung von Bedeutung: „Mit der
heutigen Eröffnung wird dem Energie- und Forschungsstandort Leipzig ein
weiterer gewichtiger Baustein hinzugefügt. Die Ansiedlung von innovativen
Unternehmen im unmittelbaren Umfeld des DBFZ wird hierdurch einen neuen
Schub erhalten“, ist sich Uwe Albrecht, Bürgermeister für Wirtschaft und
Arbeit der Stadt Leipzig, sicher. Dr. Winfried Damm, Vorsitzender des
Trägervereins „Netzwerk Energie und Umwelt e.V.“ (NEU) ergänzt: „Das
Zentrum bündelt die Innovationskompetenzen des Cluster Energie und
Umwelttechnik besonders für kleinere FuE-treibende Firmen. Zielstellung
bleibt die Erhöhung der Wertschöpfung in Leipzig“.

Bereits im Ende 2012 haben die ersten Mieter ihre Büros im Geopark in der
Bautzner Straße bezogen. Erstmieter Rafael Salzberger (Geschäftsführer der
biogastechnology V.B.T.S. GmbH) lobt die konstruktive Zusammenarbeit sowie
den Praxisbezug: „Vor allem der unmittelbare Zugang zu Expertenwissen und
relevanten Dienstleistungen macht das Innovationszentrum in seiner
bestehenden Form einzigartig für die Entwicklung neuer FuE-Projekte im
Bereich der Bioenergie“.

Weitere Informationen unter: www.innovationszentrum-bioenergie.de

Internationales Graduiertenkolleg DIAMICOM erforscht Diabetes Deutsche Diabetes Gesellschaft begrüßt neue Ausbildungsplattform

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Berlin – Diabetes mellitus schädigt die Gefäße in Augen, Nerven und Nieren. Die Folge sind Erblindung, Amputation von Zehen und Füßen und Nierenversagen. Ziel des internationalen Graduiertenkollegs „Diabetic Microvascular Complications“ (DIAMICOM) ist es, diese mikrovaskulären Folgeerkrankungen von Diabetes medizinisch und lebenswissenschaftlich zu erforschen, Nachwuchsforscher fachübergreifend auszubilden und die Erkenntnisse für die Vorbeugung und Behandlung zu nutzen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) freut sich, dass die Deutsche Forschungs-Gemeinschaft (DFG) jetzt 14 Heidelberger Jungforschern ermöglicht,  im Rahmen von DIAMCOM gemeinsam zu lernen und zu forschen.

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland sind an Diabetes mellitus erkrankt – Tendenz steigend. „Die Bekämpfung der Volkskrankheit ist deshalb eine der vordringlichsten Aufgaben der Medizin“, sagt Dr. Dietrich Garlichs, Geschäftsführer der Deutschen Diabetes Gesellschaft aus Berlin. Doch es fehle an qualifiziertem Nachwuchs in der Wissenschaft. Die deutsch-holländische Ausbildungsplattform DIAMICOM bietet jungen Wissenschaftlern aus Medizin, Biologie und Biowissenschaften die Möglichkeit, die Folgeerkrankungen von Diabetes zu untersuchen und sich dabei zu qualifizieren. Durch gemeinsames Lernen und Forschen fließen klinische und natur- und ingenieurwissenschaftliche Aspekte in die Ergebnisse ein. „Auf diese Weise bündelt das Projekt fachübergreifendes Wissen und größte Methodenkompetenz  für die Diabetesforschung“, so Garlichs.

Die 36-monatige Ausbildung umfasst die Krankheitsmechanismen von Diabetes in Augen, Nieren und Nerven sowie praktische und theoretische Module. „Unser Ziel ist die gemeinsame Ausbildung von Medizin- und lebenswissenschaftlichen Doktoranden. Gleichzeitig sollen die Promovierenden auf den komplexen Arbeitsmarkt „Wissenschaft“ intensiv vorbereitet und früh zu wissenschaftlicher Selbstständigkeit geführt werden werden“, sagt DIAMICOM-Sprecher Professor Dr. Hans-Peter Hammes, Leiter der Sektion Endokrinologie an der V. Medizinischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim. Geplant sei eine intensive Zusammenarbeit der geförderten Jungwissenschaftler der Universität Heidelberg mit der Universität Groningen.

Die DDG begrüßt diese hoch attraktiven Qualifizierungschance für junge Forscher, die sich für Diabetes interessieren. „Denn nur mit fachübergreifenden Anstrengungen werden wir im Kampf gegen Diabetes erfolgreich sein“, so Dietrich Garlichs. Das Programm folgt den Zielen und Empfehlungen der DIAMAP, einer EU-Initiative, zu deren Aufgaben der Überblick über die Diabetesforschung in Europa gehört. Partner des DFG-geförderten Projekts ist auch die Pharmafirma Sanofi, die neben praktischen Ausbildungsmodulen Industrieerfahrung beisteuert. Weitere Informationen zu DIAMICOM finden Interessierte unter: www.umm.uni-heidelberg.de/ag/grk1874/

Für Doktorandenstipendien der DIAMICOM können sich interessierte Studenten noch bis zum 1. Dezember 2012  bei der Hartmut Hoffmann-Berling International Graduate School of Molecular and Cellular Biology (HBIGS) bewerben. Weitere Informationen unter www.hbigs.uniheidelberg.de/main_application.html

 

Doping durch Technik? Moderne Prothesen ermöglichen immer bessere Leistungen bei den Paralympics

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Berlin – Der aktuelle Weltrekord des Brasilianers Alan Oliviera beim 200 Meter-Lauf der Paralympics entfacht neue Diskussionen um das so genannte Technik-Doping. Im Behindertensport verbessern moderne Prothesen Leistungen zum Teil soweit, dass Gutachter Vorteile gegenüber nicht-behinderten Sportlern vermuten. Immer leichtere und flexiblere Materialien ermöglichen deutliche Leistungssteigerungen. Auch im Alltag helfen jüngste Entwicklungen in der Technischen Orthopädie, körperlichen Behinderungen besser zu kompensieren. Welche Neuerungen aus der modernen technischen Orthopädie das Leben behinderter Menschen in Alltag, Beruf und Sport vereinfacht, diskutieren Experten auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU). Der gemeinsame Kongress der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (BVOU) findet vom 23. bis 26. Oktober 2012 in Berlin statt.

Die Möglichkeiten und das Niveau der Technischen Orthopädie zeigen sich aktuell in den inzwischen spektakulären Leistungen behinderter Sportler bei den Paralympics. Durch diese technischen Entwicklungen können behinderte Sportler inzwischen auf den Meisterschaften der Nichtbehinderten wettbewerbsfähig mithalten. Die Teilnahme des Carbon-Prothesen-Trägers Oscar Pistorius bei den diesjährigen Olympischen Spielen hat eine Diskussion um ein sogenanntes Technik-Doping aufkommen lassen. Mit dem spektakulären Paralympics-Sieg des Brasilianers Alan Olivieras im 200 Meter-Lauf diskutiert die Öffentlichkeit nun auch über Vorteile durch Technik unter den behinderten Sportlern. Der Brasilianer verwendete längere Prothesen, die jedoch vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) zuvor genehmigt worden sind. „Die Verantwortlichen müssen künftig sehr detaillierte Regeln aufstellen, um einzelnen Athleten keine Vor- oder Nachteile zu verschaffen. Denn: Jeder Zentimeter, den die Prothese an Länge gewinnt, verschafft dem Sportler eine höhere Schrittweite“, erklärt Professor Wolfram Mittelmeier, Präsident der DGOOC.

Wissenschaftler errechneten in einem mathematischen Modell, dass die Biodynamik des Körpers von Usain Bolt, diesjährigem Olympiasieger im 100, 200 und 400 Meter-Lauf, beste Voraussetzung für einen Weltklasseläufer bietet. Danach verfügt er über eine geringere „vertikale Steifigkeit“ als seine Mitstreiter. Mit Prothesen ließen sich diese Erkenntnisse für behinderte Sportler sicherlich noch weiter optimieren, so Mittelmeier, Direktor der Orthopädischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Rostock. Beispielsweise könne der Körperschwerpunkt durch individuell bemessene Prothesen verbessert und der Körper dadurch mit gleicher Kraft schneller vorangebracht werden. Doch dass Prothesen gesunde Gliedmaßen in ihrer Mechanik ersetzen und behinderte Sportler leistungsfähiger als gesunde Athleten machen können, bezweifelt der Orthopäde: „Carbon-Prothesen besitzen eine geringere Aufliegefläche als Füße und Sprunggelenke, wodurch weniger Energie beim Auftritt verloren geht.“ Dies verschaffe behinderten Sportlern zwar Vorteile, dafür seien diese Prothesen beim Start und  in Kurven jedoch weniger geeignet.

Die Erkenntnisse aus der Prothesenversorgung für Spitzensportler wirken sich auch auf die allgemeine Versorgung von Patienten aus. „Insofern erfüllen die Paralympics quasi den gleichen Zweck wie die Formel 1. Auch hier erwachsen aus der Spitzentechnologie Erkenntnisse für den Alltagsgebrauch“, erläutert Dr. Andreas Gassen, Vizepräsident des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (BVOU).  So ist die Technische Orthopädie heute in der Lage, die Betroffenen von jährlich rund 60 000 Amputationen an den unteren Extremitäten mit immer besseren Hilfsmitteln auszustatten. Neue Prothesen zeichnen sich durch leichtere Materialien, verbesserte elektronische Steuerungen und leistungsfähigere Batterien aus. So erleichtern Orthopäden den Alltag sowie Freizeitaktivitäten der Betroffenen. Auch Prothesen für Arm-amputierte Patienten sind heute so gut, dass sie kunstvolle Fingerbewegungen nachahmen können. Dabei verbessert die Kopplung körpereigener Nerven an Exoprothesen die Feinmotorik. Über Mobilität nach Unfällen und Krankheiten sowie die Möglichkeiten der Technischen Orthopädie berichten Experten auf dem Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2012.

Der DKOU findet vom 23. bis 26. Oktober 2012 in Berlin als gemeinsamer Kongress der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC), der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und des Berufsverbandes der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e. V. (BVOU) statt. Er ist der größte europäische Kongress in diesem Bereich, zu dem etwa 12.000 Fachbesucher erwartet werden. Experten diskutieren hier die neuesten Entwicklungen in der  Orthopädie und Unfallchirurgie. Die Themen reichen von der Schwerverletztenversorgung, den Strukturen der Notaufnahmen und der Katastrophenmedizin über Implantatversorgung und Rehabilitation bis hin zu rheumatischen und degenerativen Erkrankungen sowie Osteoporose.

neuroRAD – 47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie, 11. bis 13. Oktober 2012, Gürzenich Köln

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Die 47. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Neuroradiologie (DGNR) findet vom 11. bis zum 13. Oktober 2012 im Gürzenich Köln statt. Als Medienvertreter laden wir Sie herzlich ein, den Kongress zu besuchen, ihn für Ihre Recherche zu nutzen und darüber zu berichten. Um Ihre Teilnahme zu bestätigen, akkreditieren Sie sich bitte per E-Mail, Fax oder Post. Ein entsprechendes Anmeldeformular finden Sie unten. Ihre Pressekarte erhalten Sie vor Ort. Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter der Telefonnummer 0711 8931-693 gerne zur Verfügung. Das Kongressprogramm und weitere Informationen zum Kongress finden Sie im Internet unter www.neurorad.de.

Orthotec Europe 2012: Kongressmesse für Orthopädietechnik

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Vom 12. bis 13. September findet in Zürich die dritte „Orthotec Europe“ statt. Der Schwerpunkt der Kongressmesse im Hotel Mövenpick liegt auf Biomaterialien, Technologien und Dienstleistungen rund um die Bearbeitung von Metallen und Kunststoffen sowie Polier-, Veredelungs-, Verpackungstechnik.

Wer auf der Suche nach Bearbeitungszentren für orthopädische Produkte ist, dürfte ein paar Tage später auf der AMB in Stuttgart besser aufgehoben sein. Denn es sind weniger große und schwere Maschinen als vielmehr kleine oder filigrane Exponate, die die Besucher der „Orthotec Europe“ erwarten dürften. Weiter hier:

Biotechnologie in Israel

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Mehr als 1.000 Start-ups aus den Life Sciences finden sich in Israel. Mit neuen Konzepten hat die Regierung den Technologietransfer und die Gründung neuer Firmen stimuliert. Sie treffen sich auf der ILSI Biomed, Israels größter Life Sciences-Messe.

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